Bei den Olympischen Winterspielen 2026 begeisterte Alysa Liu das Publikum nicht nur mit ihrer Eleganz auf dem Eis. Während sie für die USA die Goldmedaille in der Kür gewann, erregte die amerikanische Eiskunstläuferin auch mit einem unerwarteten Detail Aufmerksamkeit: einem Schmuckstück (einem Piercing), das hinter ihrem strahlenden Lächeln verborgen war.
Ein verborgener Schatz hinter einem Lächeln
Als Alysa Liu auf dem Siegerpodest die Arme zum Triumph hochriss, enthüllten die Kameras einen dezenten metallischen Schimmer zwischen ihrer Oberlippe und ihren Zähnen. Viele hielten ihn zunächst für ein zahnärztliches Accessoire, bevor sie erkannten, dass es sich um ein Piercing handelte, ein sogenanntes „Smiley“. Dieses Schmuckstück, das am Lippenbändchen (dem kleinen Band, das die Lippe mit dem Zahnfleisch verbindet) angebracht wird, ist im Ruhezustand nahezu unsichtbar. Es wird erst bei einem breiten Lächeln oder einem lauten Lachen sichtbar – wie ein geheimes Detail, das sich nur in freudigen Momenten offenbart. Ein perfekter stilistischer Akzent für eine Sportlerin mit einem so ansteckenden Lächeln.
Je nach individueller Anatomie und der Länge des gewählten Schmucks kann dieses Piercing mehr oder weniger tief an den Vorderzähnen sitzen. Manche Ringe berühren die Schneidezahnlinie kaum und bleiben sehr dezent, während andere etwas tiefer reichen und beim Lächeln besser sichtbar werden, wie beispielsweise bei Alysa Liu. So variiert sein Erscheinungsbild ganz natürlich: Bei einem schüchternen Lächeln kaum wahrnehmbar, fängt es beim herzhaften Lachen das Licht stärker ein. Dieses subtile Zusammenspiel von Diskretion und Glanz trägt zu seinem Charme bei – ein fast geheimnisvolles Schmuckstück, das nur in den schönsten Momenten zum Vorschein kommt.
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Ein Hauch von hausgemachter Kühnheit
Das Überraschendste daran? Alysa Liu hat es selbst gemacht. In einem Interview mit TMJ4 News verriet die Eiskunstläuferin, dass sie sich das Piercing zwei Jahre zuvor stechen ließ. „Ich bat meine Schwester, meine Lippe festzuhalten, während ich in den Spiegel schaute, und dann habe ich es einfach mit der Nadel durchstochen“, erzählte sie lachend. Eine Geste, die ihre freie und kreative Persönlichkeit perfekt widerspiegelt.
Auch wenn die Anekdote amüsant erscheinen mag, ist sie keinesfalls ein gutes Beispiel. Sich selbst zu piercen birgt echte Risiken, insbesondere im Mundbereich. Dieser Bereich ist besonders empfindlich und anfällig für Bakterien: Eine Infektion kann sich schnell entwickeln, ganz zu schweigen von Blutungen, Verletzungen des Lippenbändchens oder Komplikationen durch schlechte Wundheilung. Wer mit dem Gedanken spielt, sich piercen zu lassen, sollte unbedingt ein lizenziertes Piercingstudio aufsuchen, das strenge Hygienestandards einhält und steriles Einwegmaterial verwendet. Piercings sind niemals eine Kleinigkeit – und im Mundbereich erst recht nicht – und sollten mit Ernsthaftigkeit und Vorsicht angegangen werden.
Eine ausgesprochen "alternative" Unterschrift
Alysa Liu beschreibt ihren Look selbst als „alternativ“. Von ihren Piercings bis hin zu ihren farbigen Strähnen scheint jedes Detail eine Geschichte zu erzählen. „Wie die Jahresringe eines Baumes möchte ich meinem Haar jedes Jahr einen neuen Heiligenschein hinzufügen“, erklärt sie. Ihre ästhetischen Entscheidungen spiegeln eine starke Persönlichkeit und den Wunsch wider, sich jenseits der Konventionen des traditionellen Eiskunstlaufs auszudrücken.
Alysa Liu beweist, dass sportliche Höchstleistungen und Individualität Hand in Hand gehen können. Ihr einzigartiges Lächeln, Symbol für Sieg und Individualität zugleich, steht beispielhaft für eine neue Generation von Athletinnen: talentiert und stolz darauf, ihre Individualität auf und neben dem Eis zum Ausdruck zu bringen.
