In einem Interview mit Us Weekly, das zeitgleich mit der Veröffentlichung ihrer Memoiren stattfand, outete sich die amerikanische Schauspielerin Hayden Panettiere erstmals als bisexuell. Dieses offene Bekenntnis wirft ein Licht sowohl auf ihren persönlichen Weg als auch auf den Druck der Hollywood-Industrie.
Eine Enthüllung, die durch ihre Memoiren ans Licht kam.
Hayden Panettiere, bekannt für ihre ikonischen Rollen in der Serie „Heroes“, wo sie Claire Bennet spielte, aber auch in „Nashville“ und zuletzt in „Scream VI“, bereitet die Veröffentlichung ihrer Memoiren mit dem Titel „This Is Me: A Reckoning“ vor, die am 19. Mai 2026 erscheinen sollen. In dem Buch blickt sie auf ihre Zeit als Kinderstar, ihre vergangenen Beziehungen und einige intime Aspekte ihres Lebens zurück, die sie bisher noch nie öffentlich gemacht hat.
In diesem Kontext entschied sich die Schauspielerin, sich öffentlich zu äußern: „Jetzt, da ich weiß, dass dieses Buch veröffentlicht wird und ich mich entschieden habe, es mit der Welt zu teilen, kann ich mit Überzeugung sagen: Ja, ich bin bisexuell. Ich habe es gesagt! Dies ist das erste Mal, dass ich es laut aussprechen konnte.“
„Es war nie der richtige Zeitpunkt.“
Im Laufe des Interviews erklärt Hayden Panettiere, warum sie so lange mit dem Reden gezögert hat. Ihrer Aussage nach gab es immer einen Grund zu schweigen. „Entweder war ich zu jung oder stand unter dem Druck, ständig perfekt sein zu müssen. Ich wurde nicht ermutigt, ich selbst zu sein“, vertraute sie an. Sie erwähnt auch eine weitere, jüngere Phase, in der sie befürchtete, dass das Sprechen über ihre Bisexualität als Modeerscheinung wahrgenommen werden könnte. „Ich hatte Angst, dass ich, wenn ich ehrlich wäre, den Eindruck erwecken würde, auf den Zug aufzuspringen. Es war ein sehr schwieriges Thema, das ich angemessen ansprechen musste.“
Die Schauspielerin erzählt, dass sie im Laufe der Jahre Beziehungen zu Frauen hatte, sich aber nie ganz auf eine feste Beziehung einließ, aus Angst vor Paparazzi und dem Verlust ihrer Privatsphäre. „Wenn ich mich verliebte, wollte ich das nicht verheimlichen müssen“, erklärt sie. Diese Offenbarung verdeutlicht die Zwänge, denen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens noch immer ausgesetzt sind.
Besser spät als nie.
Heute sagt Hayden Panettiere, sie blicke lieber nach vorn. „Es ist traurig, dass ich 36 Jahre warten musste, um diesen Teil von mir zu teilen, aber besser spät als nie, nicht wahr?“, sagte sie in demselben Interview. Eine berührende, tiefgründige Aussage, die den Kern ihrer Memoiren perfekt zusammenfasst: Frieden mit der Vergangenheit schließen und nach vorn blicken. Als Mutter einer elfjährigen Tochter scheint Hayden Panettiere in eine „neue Ära“ einzutreten. Freier, friedvoller und vor allem im Einklang mit sich selbst.
Mit diesem bewegenden Bericht bietet Hayden Panettiere wertvolle Einblicke, die all jene berühren werden, die Schwierigkeiten hatten, sich selbst anzunehmen oder ihr wahres Ich auszudrücken. Ihre Geschichte verdeutlicht zudem eindrücklich, wie sehr die Urteile anderer, Branchennormen und die Allgegenwart der Medien selbst die persönlichsten Entscheidungen beeinflussen können. Eines ist sicher: Hayden Panettiere schlägt ein neues Kapitel auf, erfüllt von Gelassenheit und Stolz, und ihr Buch verspricht, ein bedeutender Meilenstein in ihrem Leben zu werden.
