Die niederländische Eisschnellläuferin Jutta Leerdam, Olympiasiegerin über 1000 Meter in Mailand, überraschte alle – nicht nur mit ihrem überzeugenden Sieg, sondern vor allem mit ihrem Verhalten nach dem Rennen. Die Athletin, die aufgrund ihres luxuriösen Lebensstils und ihres sorgfältig inszenierten Images oft als „Diva“ bezeichnet wird, bot einen emotionalen und sportlichen Moment, der die sozialen Medien begeisterte.
Ein Rekordsieg und eine unerwartete Geste
Unter dem Jubel der Menge überquerte Jutta Leerdam die Ziellinie in der historischen Zeit von 1:12,31 Minuten und pulverisierte damit den olympischen Rekord der Frauen über 1000 Meter. Kaum hatte sie diese Leistung vollbracht, rannte die Olympiasiegerin auf ihre Rivalin und Landsfrau Femke Kök zu, die gekommen war, um die Silbermedaille zu gewinnen. Die Szene, die nach einem Sieg zwar üblich ist, löste dennoch Reaktionen in den sozialen Medien aus: „Sie übertreibt es“, „Sie muss sich beruhigen“.
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Kritik an ihrem „Diva“-Image
Monatelang stand Jutta Leerdam im Zentrum der Kontroverse. Ihre Entscheidung für die Anreise mit dem Privatjet, insbesondere zu den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina, und ihre auffällige Abwesenheit bei der Eröffnungsfeier hatten in den Niederlanden für hitzige Debatten gesorgt. Einige Beobachter, wie der ehemalige Fußballer Johan Derksen, nahmen kein Blatt vor den Mund: „Ihr Verhalten ist divenhaft, und die Niederländer haben es langsam satt“, erklärte er kurz vor dem Wettkampf.
Die Kritik verschärfte sich noch, da Jutta Leerdam mit Jake Paul, einem amerikanischen Influencer und Boxer, der häufig im Rampenlicht der Boulevardpresse steht, zusammenlebt. Ihr Image stand in starkem Kontrast zum zurückhaltenderen Image ihrer Teamkolleginnen.
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Ein Imagewandel und eine Weihe
Am 10. Februar 2026, im Mailänder Schnee, veränderte Jutta Leerdam mit einer einzigen Geste ihr Image. Ihre Umarmung mit Kok symbolisierte eine weitere Facette der Weltmeisterin: die einer sensiblen, engagierten Athletin, die ihrem Sport zutiefst verbunden ist. Auf der Tribüne verfolgte Jake Paul unter Tränen die historische Leistung seiner Verlobten.
In den sozialen Medien feierte er es als „den größten Moment [seines] Lebens“ – ein Beweis für seine unerschütterliche Unterstützung nach monatelanger Kritik. Diese Goldmedaille ermöglicht es auch Jutta Leerdam, Geschichte zu schreiben: Sie ist die erste Niederländerin, die bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina eine Goldmedaille gewinnt, vier Jahre nach ihrer Silbermedaille in Peking.
Kurz gesagt, hat Jutta Leerdam bewiesen, dass hinter der Fassade in den sozialen Medien eine echte Athletin steckt, angetrieben von Leidenschaft und Teamgeist. Auch wenn manche vielleicht denken, sie übertreibe es, zeigt ihre spontane Reaktion, dass sie einfach weiß, wann sie das Richtige tut – sowohl auf dem Eis als auch im Herzen.
