Kim Kardashian macht bei der Met Gala nie halbe Sachen – und die Ausgabe 2026 war da keine Ausnahme. Auf den Stufen des Metropolitan Museum of Art erschien sie in einem bronzefarbenen Metallbrustpanzer, der eher einer Skulptur als einem Kleidungsstück glich. Und genau das war die Absicht.
Das Thema „Kostümkunst“ als Spielplatz
Das Motto der Met Gala 2026 lautete „Kostümkunst“, der Dresscode „Mode ist Kunst“. Dies war eine direkte Einladung, die Grenzen zwischen Kleidung und Kunst zu verwischen. Kim Kardashian reagierte darauf mit unerwarteter Präzision: Sie widmete sich der Pop-Art und arbeitete mit dem britischen Künstler Allen Jones und dem Designduo Whitaker Malem unter der kreativen Leitung von Nadia Lee Cohen zusammen.
Ein kunstvoll gestalteter Bronzekürass: das Kunstwerk vor dem Kleidungsstück.
Kim Kardashian trug eine bronzene Brustplatte mit hohem, rüstungsartigem Kragen, kombiniert mit einem handbemalten, farblich abgesetzten Lederrock, der vorne offen war. In ihrem Vogue-Interview erklärte sie ihre Wahl: „Er ist ein Künstler, einer meiner Lieblingskünstler, Allen Jones.“ Damit wollte sie unterstreichen, dass es sich bei dem Look nicht nur um ein Outfit handelte, sondern um eine vollwertige künstlerische Zusammenarbeit. Nude Pumps und locker fallendes, gewelltes blondes Haar rundeten das bewusst zurückhaltende Ensemble ab, abgesehen von dem Hauptstück.
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Allen Jones und Whitaker Malem: Hinter dem Metall
Allen Jones ist ein britischer Künstler der Pop-Art-Bewegung der 1960er Jahre, bekannt für seine Skulpturen mit femininen Formen, die die Grenze zwischen Kunst und Objekt verwischen. Whitaker Malem hingegen sind Designer, die sich auf Leder und skulpturale Materialien spezialisiert haben und regelmäßig für Filmproduktionen und die gewagtesten Maßanfertigungen engagiert werden. Gemeinsam entwarfen sie ein Stück für Kim Kardashian, das sich eindeutig der Body Art zuordnen lässt – ein Kleidungsstück, das den Körper in eine Leinwand verwandelt.
Ein Look, der die Gemüter in den sozialen Medien spaltet.
Die Reaktionen von Presse und Internetnutzern ließen nicht lange auf sich warten und fielen gemischt aus. Einige lobten den mutigen, „absolut thematisch passenden Look“. Andere hingegen waren von dem orangefarbenen Brustpanzer und dem farbenfrohen Lederrock irritiert und erkannten den Bezug zur Pop-Art nicht sofort. Letztendlich sollte der Körper oder das Aussehen einer Frau – oder überhaupt irgendjemandes – kein Thema für Diskussionen sein: Wenn Kim Kardashian dieses Kleid gewählt hat, dann einfach, weil es ihr gefällt. Punkt.
Eine Präsenz auf der Met Gala, die keinerlei Anzeichen von Schwäche zeigt
Kim Kardashian besucht die Met Gala seit ihrem Debüt 2013 – damals schwanger mit North in einem geblümten Givenchy-Kleid. Seitdem hat jeder ihrer Auftritte für Aufsehen und Kontroversen gesorgt: das bodenlange Balenciaga-Kleid 2021, das ihr Gesicht verhüllte, das von Marilyn Monroe inspirierte Kleid 2022.
Ein skulptierter Brustpanzer aus Bronze, ein bemalter Lederrock und eine Pop-Künstlerin, die dahintersteckt – Kim Kardashian präsentierte einen ihrer Met-Gala-inspiriertesten Looks des Jahres 2026. Was auf seine Weise genauso bemerkenswert ist wie das Outfit selbst.
