Mit zunehmendem Alter verändert sich unsere Haut, und das Licht fällt nicht mehr so gleichmäßig auf unser Gesicht. Manche bemerken einen etwas fahlen Teint und suchen nach Möglichkeiten, ihre Ausstrahlung wiederherzustellen. Eine beliebte Make-up-Technik ist die sogenannte „Lichtdreieck-Methode“, die einen strahlenden, aber dennoch sehr natürlichen Effekt verspricht.
Das Prinzip des Lichtdreiecks
Die Technik basiert auf einer einfachen Idee: Licht wird subtil auf drei strategische Bereiche des Gesichts gelenkt. Anstatt mehrere Schichten Make-up aufzutragen, liegt der Fokus auf wenigen, gezielt platzierten Lichtpunkten. Das Lichtdreieck konzentriert sich primär auf drei Bereiche:
- die Augenbrauenwülste (auf Höhe der Stirn)
- die oberen Wangenknochen
- das Kinn
Durch das Auftragen von Highlighter auf diese Partien wird das Licht harmonischer reflektiert. Das Ergebnis: Die Augen wirken offener, die Wangenknochen definierter und die Gesichtskonturen subtil neu definiert. Es geht nicht darum, das Gesicht zu verändern, sondern lediglich seine natürlichen Merkmale hervorzuheben.
Welchen Farbton soll ich wählen?
Um einen dezenten und schmeichelhaften Effekt zu erzielen, raten Visagisten oft dazu, einen Highlighter zu wählen, der etwas heller als der eigene Hautton ist.
- Champagner- oder hellgoldene Töne werden häufig empfohlen, da sie Licht hereinlassen, ohne zu starke Kontraste zu erzeugen. Ziel ist es, das Licht subtil einzufangen, insbesondere in Bereichen, in denen mit der Zeit natürliche Schatten entstehen können.
- Cremige Texturen werden oft wegen ihres strahlenden und geschmeidigen Finishs geschätzt, aber je nach Vorliebe können auch Puderversionen verwendet werden.
Wie wendet man diese Technik an?
Die Methode ist nach wie vor einfach und lässt sich schnell in die Make-up-Routine integrieren. Beginnen Sie mit der Vorbereitung Ihrer Haut durch Auftragen einer Feuchtigkeitscreme. Ein Make-up-Primer kann zudem die Hautoberfläche glätten und die Haltbarkeit Ihres Make-ups verlängern.
Als Nächstes den Highlighter in kleinen Tupfern auftragen:
- Auf den Brauenknochen: Tragen Sie das Produkt leicht unterhalb des Brauenknochens auf und verblenden Sie es dann in Richtung der Schläfen. Dies kann helfen, die Augen zu öffnen.
- Auf den Wangenknochen: Tragen Sie das Produkt vom inneren Augenwinkel nach außen und oben in Richtung Schläfe auf. Dieser Bereich fängt das Licht auf natürliche Weise ein.
- Am Kinn: Ein kleiner Akzent in der Mitte oder, je nach Gesichtsform, leicht seitlich kann für ein harmonisches Gesamtbild sorgen.
Zum Schluss kann ein sehr leichtes, durchscheinendes Puder nur auf diese Stellen aufgetragen werden, um das Produkt zu fixieren, ohne den Leuchteffekt zu beeinträchtigen.
Warum ist dieser Tipp nach dem 50. Lebensjahr so attraktiv?
Mit der Zeit bemerken manche, dass stark deckende Foundations das Make-up beschweren oder Hautunebenheiten betonen können. Die „Dreieck des Lichts“-Technik bietet hier eine Alternative. Anstatt auf vollständige Deckkraft zu setzen, konzentriert sie sich auf Ausstrahlung und betont die natürlichen Gesichtskonturen. Dieses leichte Make-up erzeugt einen strahlenden Teint ohne maskenhaften Effekt.
In den sozialen Medien erklären viele Menschen über 50, dass sie diesen Tipp gerade wegen seiner Schnelligkeit und Einfachheit schätzen. Manche runden den Look mit einem leicht rosigen Creme-Rouge auf den Wangen und einem seidigen beigen Lippenstift ab, um den gesunden Teint zu betonen.
Ein Tipp, keine Verpflichtung
Eines ist wichtig: Make-up bleibt eine persönliche Entscheidung. Diese Technik mag all jene ansprechen, die gerne Make-up tragen und ihren Teint zum Strahlen bringen möchten. Sie sollte jedoch keinesfalls als Regel verstanden werden, die man ab 50 Jahren befolgen muss. Es besteht keine Pflicht, Make-up zu tragen oder das Gesicht in einem bestimmten Alter künstlich zum Strahlen zu bringen.
Viele Menschen fühlen sich in ihrer natürlichen Haut rundum wohl, und das ist völlig in Ordnung. Schönheit hängt nicht von Pinsel oder Highlighter ab. Du bist bereits schön, so wie du bist – mit oder ohne Make-up.
Letztendlich gilt in jedem Alter die beste Regel: Tu, was dir ein gutes Gefühl in deiner Haut und in deinem Körper gibt.
