LGBTQIA+
Über die Rubrik LGBTQIA+
Die Rubrik LGBTQIA+ von The Body Optimist widmet sich sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und den Lebenswirklichkeiten lesbischer, schwuler, bi, trans, queerer, intergeschlechtlicher und asexueller Menschen. Begriffserklärungen, Erfahrungsberichte, Hintergründe und Tipps sollen ohne Klischees informieren, Betroffene stärken und ihrem Umfeld helfen, besser zu verstehen.
Das findest du in der Rubrik LGBTQIA+
- Begriffe: cis, nicht-binär, pansexuell, asexuell … die wichtigsten Definitionen verständlich erklärt.
- Sexuelle Orientierungen: Bisexualität, Pansexualität, lesbische Liebe, Asexualität und die Klischees, die ihnen noch anhaften, etwa der vermeintliche „Gaydar“.
- Transidentität und Nicht-Binarität: Lebenswege, Pronomen, Vorurteile und Tipps, um nahestehende Menschen zu begleiten – mit Porträts wie dem von Tracey Norman, einem Schwarzen Transmodel, das zur Symbolfigur wurde.
- Intergeschlechtlichkeit: was es bedeutet, intergeschlechtlich zu sein, jenseits verbreiteter Vorurteile.
- Coming-out und Alltag: die eigene Orientierung oder Identität mitteilen, mit einem Outing umgehen, den eigenen Platz im Job und in der Familie finden.
- Gegen Queerfeindlichkeit: alltägliche Homofeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Hass im Netz – und warum soziale Medien dabei zum großen Problem geworden sind.
Wofür steht die Abkürzung LGBTQIA+?
Die Abkürzung LGBTQIA+ steht für Menschen, deren sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsmerkmale nicht den heterosexuellen, cisgeschlechtlichen und binären Normen entsprechen. Jeder Buchstabe hat eine eigene Bedeutung:
- L, G und B stehen für lesbisch, schwul (englisch gay) und bisexuell: sexuelle Orientierungen;
- T für trans: Menschen, deren Geschlechtsidentität von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht abweicht;
- Q für queer, eine Selbstbezeichnung für Menschen, die sich keiner Schublade zuordnen wollen, manchmal auch für questioning, also „sich hinterfragend“;
- I für intergeschlechtlich: Menschen, deren angeborene Geschlechtsmerkmale nicht den typischen Definitionen von männlich und weiblich entsprechen;
- A für asexuell und aromantisch: Menschen, die wenig oder keine sexuelle oder romantische Anziehung empfinden;
- das „+“ schließt weitere Identitäten ein, zum Beispiel pansexuelle oder nicht-binäre Menschen.
Wie unterstützt du jemanden bei einem Coming-out?
Ein Coming-out zu unterstützen heißt zuerst, das Vertrauen anzunehmen, das dir geschenkt wird – ohne es kleinzureden oder zu dramatisieren:
- Hör zu, bedanke dich und frag, was die Person braucht, statt Vermutungen anzustellen.
- Verzichte auf übergriffige Fragen zu Sexualität, Körper oder medizinischen Schritten.
- Verwende den gewählten Vornamen und die gewählten Pronomen und korrigiere dich einfach, wenn du dich vertust.
- Gib die Information nie ohne Zustimmung weiter: Ein Outing kann Menschen Gewalt aussetzen.
- Informiere dich selbst, damit die Person nicht die ganze Aufklärungsarbeit leisten muss.
Wie viel ein Coming-out bewirken kann, erzählt eine US-Skirennläuferin, die offen über ihr Coming-out spricht.
Unser Ansatz: respektvoll informieren
Wir sprechen über queere Menschen mit den Worten, die sie selbst für sich verwenden, respektieren gewählte Vornamen und Pronomen und geben ihren Erfahrungen Vorrang vor Debatten, die ohne sie geführt werden. Getreu unserem Body-positive-Blick erinnern wir daran, dass Selbstakzeptanz auch trans, intergeschlechtliche und normabweichende Körper betrifft.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität?
Die sexuelle Orientierung beschreibt, zu wem sich jemand sexuell oder romantisch hingezogen fühlt: zu Menschen desselben Geschlechts, eines anderen, mehrerer Geschlechter oder zu niemandem. Die Geschlechtsidentität beschreibt, welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt. Beides ist unabhängig voneinander: Eine trans Frau kann heterosexuell, lesbisch oder bisexuell sein.
Was bedeutet „cis“?
Eine cis Person ist ein Mensch, dessen Geschlechtsidentität mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihm bei der Geburt zugewiesen wurde. Als Gegenstück zu „trans“ gebildet, benennt der Begriff die Mehrheitssituation, ohne sie stillschweigend zur Norm zu machen. Er ist keine Beleidigung, sondern eine Beschreibung.
Sind Homo- und Transfeindlichkeit gesetzlich verboten?
Das hängt vom Land ab. Viele Staaten verbieten Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, weniger nennen ausdrücklich auch die Geschlechtsidentität. Manche werten queerfeindliche Motive bei Straftaten als strafverschärfend, während gleichgeschlechtliche Beziehungen in anderen Ländern noch immer verboten sind. Informiere dich über die Rechtslage in deinem Land und wende dich an queere Beratungsstellen.
Mehr zum Thema: Alle Themen der Rubrik Gesellschaft, die Rubrik Feminismus, unsere Beiträge zu Fettfeindlichkeit und die Rubrik Kultur mit Werken, die die Vielfalt von Identitäten zeigen.